Gedichte als Wegweiser zum eigenen Ich "Freies Wort" vom 24. Juni 2005
Auszüge der Buchbesprechung von Stefan Reisner
Horst Wiegand ist in Steinheid zu Hause, doch mit seinen Texten begibt er sich auf Wanderschaft in die Natur, auf Reisen und in die Seele des Menschen. Seine eigenen Wege des Wanderns und Suchens hat er längst gefunden.
Er möchte Anregung geben, will den Menschen sagen: "Macht eure eigenen Erfahrungen", denn die "Wege greift der Wind".
Mit leisen Worten auf den Punkt gebracht! "Palmbaum" Literarisches Journal aus Thüringen 13. Jahr 2005 3.+4. Heft
Aus der Rezension von Michael Carl
Zuerst fällt beim Lesen von Horst Wiegands Gedichten die schlichte, ungekünstelte, fast knappe Sprache auf. Der zweite Blick zeigt die Präzision und Kunstfertigkeit, mit der die Worte gesetzt sind, die sich oft, fast unbemerkt, zu siebzehnsilbigen Haikus fügen.....
Steinheider will zu Kritik bewegen "Freies Wort" 01. September 2005
Buchrezension von Tobias Ross - Auszüge
...Da sind die Botschaften der Natur, die gefunden werden wollen.... Die Sprache Horst Wiegands ist zu tiefst aphoristisch, eine kleine Weisheit fast im jedem Wort. Die Naturerfahrung wird zur Energie- und Erkenntnisquelle des Menschen...... ...Die Menschen suchen nach dem neuen Sinn; sie könnten ihn, so der Eindruck.nach der Lektüre von Wiegands Gedichtbändchen, im genaueren Hinsehen, im sich öffnen für die Natur finden.... ... "Wege greift der Wind" ist kein Buch zum Überfliegen .... ... "Abgezüchtet der Dorn der Rose, um sie besser abpacken zu können". Soviel Wahrheit in so wenigen Worten ist selten geworden, in unserer durchpolitisierten Zeit. Das "Unter die Oberfläche sehen" könnte man als sein Hauptanliegen bezeichnen: Den Leser zu kritischer Rezeption bewegen, durch den eigenen Stil, das gelingt Wiegand wunderbar.
Dias zeigen Ästhetik einer faszinierenden Landschaft Mitteldeutsche Zeitung, 02. November 2006
Literaturkreis Novalis: Horst Wiegand entführt in „Lichtland" Provence von Wolfgang Fischer
Weißenfels/MZ. Wenn man mehrmals das gleiche Reiseziel ansteuert, gewinnt man eine gute Ortskenntnis. Doch diese hat ihren Preis - der überwältigende erste Eindruck geht oft verloren. Dem Referenten Horst Wiegand konnte das aber bei seinen Reisen in die Provence kaum passieren, denn er entdeckte beim Fotografieren in der Umgebung von Lioux im Süden Frankreichs immer wieder neue Motive. So entstand sein dritter Dia-Vortrag, den er kürzlich im Weißenfelser Novalispavillon gehalten hat, zum Thema „Lichtland Provence" und der begleitet war von eigenen lyrischen Texten und gedämpfter Musik.
Der in Steinheid/Thüringen lebende Musikerzieher, Oratoriensänger, Komponist und Schriftsteller verstand es in seinem Vortrag den zahlreichen Literaturfreunden mit Sinn und Gefühl die Ästhetik einer jahreszeitlich geprägten Landschaft zu verdeutlichen. Horst Wiegands nachdenkliche Betrachtung dieser von der Sonne besonders begnadeten europäischen Region mit imposanten Felsen, vertikal aufgebauten Orten und blühenden Lavendelfeldern war eine Ablenkung von den Problemen unseres Alltags. Wer kann noch eine Blume in einem Felsspalt oder auf einem Kirchendach entdecken? Die Teilnehmer genossen die Aufnahmen mit Herz und Seele. Eindrucksvoll wie die Änderung des Sonnenstandes zu den verschiedenen Tageszeiten die Landschaft in ein neues Licht taucht, besonders deutlich zu erkennen an den orangefarbenen Felsen am späten Nachmittag. Gezielte Ausflüge bildeten die Grundlage für diesen allgemein verständlichen Lichtbildervortrag, Wanderungen unter Horst Wiegands Losung „Du musst solange gehen, bis du angekommen bist".
Der Abend der Poeten Mitteldeutsche Lyriknacht ... in Meiningen, 13. Oktober 2007
Horst Wiegand war der Senior der Lyriknacht und überraschte mit ebenso sorgsam gefügten wie sparsamen Versen. Durch sie entstanden kleine, einprägsame Bilder im Kopf. „Ostern" beschreibt Wiegand beispielsweise mit einem grünen Blatt, das ein trocknes Blatt beiseite schiebt. Der Wald sei seine Inspiration, sagt er, und holt aus dem Reservoir der Natur geradezu philosophische Wahrheiten.
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